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Die Grundlagen der Akupunktur liegen in der traditionellen
chinesischen Medizin. Diese ist nicht ohne weiteres mit unserem westlichen
Wissenschaftsbild
vergleichbar und es fällt uns oft schwer uns auf die chinesische Denkweise
einzulassen.
Es ist mit den uns zur Verfügung stehenden Methoden nicht
beweisbar, warum eine Akupunkturnadel, an einer Stelle am Fuß eingestochen,
eine Wirkung auf den Kopf haben soll. Bewiesen ist die Wirkung aber durch
unendliche Erfahrungen
sowohl in China als auch bei uns im Westen.
Ü
brigens wurde inzwischen auch mit unseren wissenschaftlichen Methoden
versucht Wirkungen bestimmter Akupunkturpunkte zu dokumentieren.
So stieg z. B. nach
dem Stechen des Punktes „Blase 40“ der Cortisolblutspiegel
bei den Probanden signifikant an. Dieser Punkt wurde interessanterweise
schon
sehr lange bei allergieartigen Erscheinungen eingesetzt...
Wir müssen
uns davon lösen zu denken, dass die chinesische Medizin
willkürlich oder rein intuitiv vorgeht. Denn das ist keineswegs
so. Diesem System wohnt hochkomplexe Logik und ein äußerstes
Maß an Rationalität
inne. Das Befremdliche ist nur, dass diese Logik auf Grundsätzen
aufbaut, die für unsere westliche Denkweise absurd erscheinen.
Unser Wissenschaftsverständnis
basiert auf der quantitativen Beschreibung unserer Beobachtungen -
vereinfacht gesagt auf dem Messen, dem Wiegen und dem Zählen.
Die chinesische Medizin dagegen fragt nach Qualitäten. Dies ist
für uns fremd.
Beispiel: „Miss Marple“ , 14-jährige
Königspudel-Hündin
trinkt kaum Wasser und setzt sehr viel Harn ab, ihr westlicher Haustierarzt
untersucht den Harn und noch einige hormonelle Parameter – sind
diese alle im Normbereich sind wir mit unserer westlichen Weisheit
fast schon am
Ende. Der chinesische Therapeut findet heraus, dass „Miss Marple“ nachts
immer hinter dem Ofen sitzt und sich am Tage wann immer möglich
in der Sonne aalt, sie lässt sich von anderen Hunden alles gefallen,
ist in fremden Situationen ängstlich und schüchtern. Alle
diese Parameter sind wichtige Informationen für den Therapeuten.
Er stärkt mit seiner Akupunktur
den sogenannten ‚Nierenfunktionskreis’...
-> die Harnmenge
nimmt ab obwohl „Miss Marple“ vielleicht sogar
mehr trinkt, sie fühlt sich weniger fröstelig (kommt öfter
mal hinter dem Ofen vor oder liegt dort gar nicht mehr) und knurrt
zum ersten mal
den Nachbarshund an anstatt sich gleich, die weiße Fahne schwenkend,
vor ihm auf den Rücken zu werfen...
Der chinesischen Medizin liegt eine hochkomplexe Wissenschaft zu
Grunde. Um ihr den ihr zustehenden wissenschaftlichen Respekt entgegenbringen
zu können,
ist es notwendig, dass wir uns an ein anderes Koordinatensystem
des Denkens gewöhnen. Wir müssen unser Raster, durch
das wir die Wirklichkeit sehen, beiseite legen und betrachten,
welches Raster das chinesische Denken – erfolgreich – anwendet.
Yin
und Yang
Die wahrscheinlich bekanntesten gegensätzlichen Qualitäten
zur Beschreibung eines Zustandes sind „YIN“ und „YANG“.
Einem landläufigen
Vorurteil zuwider handelt es sich hierbei nicht um mystische
Beschreibungen, sondern um definierte Begriffe zur qualitativen
Beschreibung eines Zustandes.
Und zwar definieren diese zwei Worte dynamische Entwicklungstendenzen,
die Grundpolarität von beliebigen Vorgängen, von Bewegungen
und Abläufen;
Yang = z.B. Aktivität, Hitze, Fülle
und Yin im Gegensatz dazu = Ruhe, Kälte, Leere.
Auf den Tagesrhythmus bezogen stellt sich der Wechsel zwischen
Yang und Yin wie folgt dar: Am Morgen treten wir mit dem Sonnenaufgang
in die
Yang-Phase des Tages (die Aktivität, Energie und die Wärme
nehmen zu). Nachmittags wird das Yang schwächer (Aktivität,
Energie und Wärme nehmen
ab). Mit dem Sonnenunter- und dem Mondaufgang beginnt die Nacht,
die Yin-Phase des Tages (das Ruhende und die Kühle nehmen
zu). Zum Morgen hin treten wir mit dem Sonnenaufgang wieder
in die Yang-Phase des Tages....Der Kreis
beginnt von vorn...
Yin und Yang stellen also polare ineinander übergehende
Zustände
dar: Tag/Nacht, Helligkeit/Dunkelheit, Wärme/Kälte,
usw., die Zahl dieser Zuordnungen ist sehr groß.
Die Körperoberfläche zum Beispiel verkörpert Yang, das Körperinnere
Yin. Das arterielle Blut ist Yang, das venöse Yin. Der Sympathikus ist
Yang, der Parasympatikus ist Yin. Das Beispiel Sympathikus/Parasympathikus
als gegensätzliche Pole findet in unserer westlichen Medizin viel Verständnis.
Sympathikus- und Parasympathikus-Aktivität wechseln permanent und sollten
ein gewisses Gleichgewicht beibehalten, um eine gute Körperfunktion zu
gewährleisten.
Lebensenergie (Qi) und die Meridiane
Die Lebensenergie (Qi genannt)
fließt nach chinesischer Theorie in energetischen
Leitbahnen den sogenannten Meridianen, die wie ein Flusssystem
den Körper
durchziehen. Wenn das Gleichgewicht der fließenden
Energieströme
gestört ist, kommt es zum Energieüberschuß (Qi-Fülle),
zum Energie-Mangel (Qi-Leere) oder zum Energie-Stau (Qi-Stau):
dadurch entstehen Symptome wie Schmerz, Juckreiz, Schlaffheit,
Steifheit usw.. Über Akupunkturpunkte
lassen sich diese Zustände durch umleiten, auffüllen
oder wegnehmen von Q regulieren und ausgleichen.
Funktionskreise
Das Organsystem des Körpers als anatomische Struktur ist für
chinesisches ganzheitliches Denken nebensächlich; wichtig ist die
energetische Struktur. Der Körper wird entsprechend als ein Netzwerk
von energetischen Wechselwirkungen verstanden, die der Einfachheit halber
nach Organen benannt sind (aber wenig
mit unserem westlichen Verständnis von Organen gemein
haben) und als Funktionskreise bezeichnet werden. So
gibt es die Funktionskreise Lunge/Dickdarm, Herz/Dünndarm,
Leber/Gallenblase, Niere/Blase, Milz-Pankreas/Magen,
sowie den Dreierwärmer
und den Funktionskreis Kreislauf/Sexualität. Diese
Funktionskreise werden paarig einander zugeordnet, z.B.
bilden Lunge und Dickdarm eine Einheit, Herz
und Dünndarm eine andere, etc., und jedes Organpaar
ist entsprechend nach Yin und Yang unterschieden in Speicherorgan
(Yin) und Arbeitsorgan (Yang).
Die Leber ist Yin, ihr zugeordneter Partner, die Gallenblase,
ist Yang. Jedes Organ ist wiederum beschreibbar nach
seinem eigenen Yin/Yang-Verhältnis.
Eine funktionstüchtige Leber ist ausgewogen im Yin/Yang,
bei einer Leberzirrhose handelt es sich um einen Yin-Prozeß,
denn Yin beschreibt das Erstarrende, Verhärtende
im Gegensatz zum Aktiven/zum Fließenden, welches
Yang entsprechen würde, zu finden bei einer akuten
Leberentzündung.
Weiterhin ist jedem Funktionskreis
eine Vielzahl von anderen Körperteilen
zugeordnet. Zum Funktionskreis Lunge/Dickdarm gehört
zum Beispiel die Haut. Man bedenke wie oft bei unseren
Tieren Hauterkrankungen nach Futterumstellungen
auftreten. Die dermatologische Forschung weist darauf
hin, dass zahlreiche Hauterkrankungen offenbar mit Darmerkrankungen
einhergehen und erst bei gleichzeitiger
Darmsanierung geheilt werden können. Diese Beziehung
zwischen Darm und Haut ist für uns recht neu, für
die chinesische ganzheitliche Medizin aber schon seit
Jahrtausenden bekannt.
Das Ziel der chinesischen Medizin ist das pathologisch
aus der Gleichgewicht herausgekippte Energie- und Kräfteverhältnis
(=Krankheit) wieder in die Waage zu bringen (= Gesundheit),
denn ein gestörtes Gleichgewicht
führt in absehbarer Zeit zu organischen Veränderungen
bis hin zu irreversiblen Organschäden. Solange
noch keine massive Organzerstörung
stattgefunden hat, kann durch Harmonisierung (z.B.
Stärkung von Yin
oder Yang, Qi-Ausgleich) die Organmanifestation zum
Verschwinden gebracht werden.
Bei der Akupunktur handelt
es sich um eine Methode,
die sich um den immateriellen, energetischen Aspekt
des Körpers kümmert. Sie stößt
an ihre Grenzen, wo als Folge von Störungen oder
Erkrankungen bereits irreversible Gewebszerstörungen
stattgefunden haben. Jedoch auch in diesen Fällen
kann die Akupunktur durch Schmerzlinderung und allgemeine
Kräftigung unterstützend
gute Hilfe leisten.
Akupunktur heilt was g e s t ö r t ist, Akupunktur heilt nicht was z e
r s t ö r t ist.
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Was versteht man eigentlich unter 'Homöopathie'?
Die Homöopathie ist eine reine Arzneimittellehre. Sie geht auf ihren Begründer,
Dr. med. Samuel Hahnemann (1755-1843) zurück. Er hatte entdeckt, dass
die Gabe eines Wirkstoffes, der beim Gesunden krankheitsähnliche Symptome
produzieren kann, bei Patienten, die an diesen Beschwerden leiden, nach Verabreichung
dieses Wirkstoffes in 'potenzierter' Form (d.h. verdünnt und verschüttelt),
zur Heilung ihrer Beschwerden führen kann:
“Ä
hnliches kann durch Ähnliches geheilt werden” (“similia similibus
curentur”),
wussten vor Hahnemann schon Hippokrates (460-377 v.Chr.) und Paracelsus (1493-1541).
Dem forschendem Geist Hahnemanns verdanken wir
es, dass er diese Erkenntnis zu einem vollständigen Behandlungskonzept
akuter und chronischer Erkrankungen entwickelt hat. Wegbereitend für
Hahnemanns Homöopathie waren seine
1790 durchgeführten Arzneimittelprüfungen, bei denen der Arzt aus
Meißen erkannte, dass Krankheiten durch Mittel geheilt werden können,
die in ihrer ursprünglichen Form Symptome hervorrufen, die der Erkrankung
des Patienten ähnlich sind. Werden diese Arzneimittel dann in “potenzierter” Form
verabreicht, kann das zur Gesundung des Erkrankten führen. Durch zahlreiche
Versuche am Menschen konnte Hahnemann nicht nur die Wirkung dieser Medizin
wissenschaftlich beweisen, sondern wurde damit auch zu einem Wegbereiter
einer modernen Arzneimittellehre.
Viele Ärzte in aller Welt sind überzeugt
von der Wirkung der Homöopathie,
doch Skeptiker fragen immer wieder: „Wie kann etwas wirken, von dem
keine Substanz mehr messbar ist?“
Unsere Meßmethoden werden
im Laufe der Jahre immer feiner. Vor 100 Jahren hätte es niemand
für
möglich gehalten, elektrischen Strom messbar
zu machen, so wie es heute aber selbstverständlich ist. Es ist auch
nur eine Frage der Zeit, bis homöopathische Energie messbar wird.
Es gibt bereits Forschungen auf diesem Gebiet, doch die Gelder dafür
werden nur zögernd zur Verfügung gestellt. Denn das Interesse
der Pharmaindustrie an einer Heilmethode, die mit extrem wenig Arzneigaben
auskommt, ist verständlicherweise
gering...
Wo sind die Grenzen der Homöopathie? Was
für Vorteile
bringt die „Test-Homöopathie“,
welche Vorteile die „Komplexhomöopathie“? Was bezeichnet
man mit „Homotoxikologie“?
Bezüglich der Grenzen der
Homöopathie gilt allgemein: Homöopathika
ersetzen natürliche keine Hormone, Impfungen, suppressiven Therapien,
Herzmittel bei bestimmten Herzerkrankungen oder lebenswichtige Notfallmedikationen,
Homöopathika können aber auch in diesem Bereich immer zusätzlich
unterstützend eingesetzt werden.
Früher wurde von den 'Klassischen Einzelmittel-Homöopathen' gelehrt,
dass es schwierig bis unmöglich ist, bei bestimmten Medikamenten (Cortison
usw.) und zehrenden, verbrauchenden Erkrankungen homöopathisch zu therapieren.
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das nicht ganz korrekt ist. Jahrzehntelange
Erfahrungen mit homöopathischen Behandlungen z.B. bei Chemotherapie während
einer Krebsbehandlung haben gezeigt, dass selbst bei Krankheiten, die die Einnahme
stark Körperabwehr-unterdrückender Medikamente verlangen, die Nebenwirkungen
der aggressiven Therapien homöopathisch gelindert und gleichzeitig die
Erfolgsaussichten gesteigert werden können!
Geht man auf die speziellen Grenzen der klassischen homöopathischen
Therapie mit Einzelmitteln ein, so wird man sehr schnell merken,
dass der Therapeut
schon allein durch die Art dieser homöopathischen Befunderhebung
an Grenzen stößt. Denn der Therapeut kann nur das repertorisieren
(=durch Befragung des Patienten/Tierbesitzers das homöopathische
Einzelmittel erarbeiten), was ihm der Patient als Symptom schildert
oder was offensichtlich erkennbar
ist. Das heißt, hat ein Patient beispielsweise eine Arthrose
im Schultergelenk oder einen zirrhotischen Prozeß in der Leber,
der noch keine Beschwerden verursacht, wird der Homöopath diese
eigentlich recht wichtige aber verborgene Erkrankung nicht in die
Wahl seiner Arznei mit einbeziehen können. Zudem
kommt es auch vor, dass der Patient aus verschiedenen Gründen
Symptome verschweigt. Diese Schwierigkeiten können zur Verschleierung
der Diagnostik und damit zur Auswahl einer nicht optimal zutreffenden
Arznei führen.
Hinzukommt, dass bei jeder Repertorisation oftmals
mehr als ein Mittel passend erscheint. Der klassische Einzelmittelmittel-Homöopath
muss sich für
eines entscheiden. Das kann das richtige sein oder aber auch nicht.
Selbst wenn es das richtige wählt, kann er sich für die
falsche Potenzierung entscheiden, was unter Umständen zur
sogenannten Erstverschlimmerung führen
kann.
Vorteile gegenüber dieser speziellen Grenzen der klassischen
homöopathischen
Therapie mit Einzelmitteln bietet die:
'Test-Homöopathie' (mit Hilfe der Elektroakupunktur nach Voll, der Bio-Energetischen
Funktionsdiagnostik oder dem Vegetativen Reflex Test):
Die Test-Homöopathie entstand aus den Schwächen der Klassischen Homöopathie
vor mehr als 40 Jahren, als man herausfand, dass die energetischen Werte am
Akupunkturpunkt sich blitzschnell verändern, wenn Arzneimittel in den
Meßaufbau beim Patienten eingebracht werden. Bereits vor der Einnahme
der Arzneimittel können über die organbezogenen Akupunkturpunkte
die spätere Wirkungs- und Nebenwirkungsweise simuliert werden. Das erspart
viel Zeit und gibt dem Patienten Sicherheit. Zudem verfügt man in diesen
Testverfahren bereits über den erweiterten Testsatz aus den Bereichen
der jüngeren Umweltmedizin (z.B. Schadstoffbelastungen, Allergene, Krankheitserreger
und allopathische Arzneimittel). Diese können in die Diagnostik und die
Therapie am Patienten mit einbezogen werden.
Bei der Testung der Arzneien findet man in der Regel immer mehrere
Arzneien, die sich in der Kombination als wirkungsvoller für
den Patienten erweisen als die Arzneien einzeln genommen. Es
wird also ein Kombinations-Mittel aus
einigen oder sogar vielen Einzelarzneien individuell für
den Patienten angefertigt. Diese individuelle Arznei wird am
Patienten auf Verträglichkeit
und auch auf ihre Effektivität getestet! Damit verlässt
man automatisch den Weg der klassischen „Einzelmittel-Homöopathie“ und
bewegt sich hin zur „Komplex-Homöopathie“.
Bei
der Begriffsunterscheidung „Einzelmittel-Homöopathie“ versus „Komplexhomöopathie“ muss
sich der Anhänger des „Einzelmittel-Homöopathen“ auch
noch einmal folgendes bewusst machen: Die so hochgelobten Einzelmittel
sind in den seltensten Fällen tatsächlich Einzelmittel
(z.B. Schwefel, Quecksilber, Arsen) – in der Regel sind
diese Einzelmittel auch immer hochkomplexe Gemische zahlreicher
Inhaltsstoffe z. B. einer Pflanze (Arnica,
Calendula, usw...). Es gibt also nur in Einzelfällen tatsächlich „Einzelmittel-Homöopathie“...
Die
Homotoxikologie ist ebenfalls aus den Grundlagen der Homöopathie
entstanden und wird häufig als besondere Form der Homöopathie
bezeichnet. Sie geht davon aus, dass viele Krankheiten auf
das Einwirken von Homotoxinen zurückzuführen
sind. Homotoxine sind alle für den jeweilig betrachteten
Organismus schädlichen
Stoffe. Homotoxin ist also nicht = Gift. Denn nicht alle vermeintlichen „Gifte“ wirken
bei allen Lebewesen „giftig“. Homotoxine können
von außen
zugeführt werden oder im Körper selbst entstehen!
Begründet wurde die Homotoxikologie von dem homöopathischen Arzt
Hans-Heinrich Reckeweg (1905-1985):
„Nach der Homotoxinlehre sind alle jene Vorgänge, Zustandsbilder und
Erscheinungen, die wir als Krankheiten bezeichnen, der Ausdruck dessen, dass
der Körper
mit Giften kämpft und dass er diese Gifte unschädlich
machen und ausscheiden will. Entweder gewinnt dabei der Körper
oder er verliert den Kampf. Stets aber handelt es sich bei
jenen Vorgängen, die wir als Krankheiten
bezeichnen, um biologische, das heißt naturgerechte
Zweckmäßigkeitsvorgänge,
die der Giftabwehr und Entgiftung dienen.“ (Reckeweg,
1976)
Reckeweg sah also die Ursache von Erkrankungen in Homotoxinen.
Ein gesunder Organismus ist in der Lage, die Homotoxine
innerhalb gewisser
Grenzen
wieder auszuscheiden. Fallen jedoch zu viele Homotoxine
an oder werden diese nicht
in ausreichendem Umfang ausgeschieden (z.B. durch Enzymblockaden
oder Ausscheidungsstörungen),
kommt es zur Entstehung einer Krankheit (=Homotoxikose).
Krankheiten werden demnach als biologisch zweckmäßige
Abwehrvorgänge und Kompensationsprozesse
gegen Homotoxine interpretiert, die den Körper zur
Gesundheit zurückführen
oder die entgleisen können und sich zu chronisch fortschreitenden
Erkrankungen weiterentwickeln.
Nach Reckeweg lassen sich
die Krankheitsstadien in sechs
Phasen einteilen. Danach beginnen Krankheiten mit vermehrten
Ausscheidungsvorgängen (=Exkretionsphase).
Es folgt Entzündung (=Inflammationsphase), Ablagerung
von Entzündungsprodukten
(=Depositionsphase), Festsetzen dieser Produkte (=Imprägnationsphase)
und Degeneration des betroffenen Gewebes (=Degenerationsphase).
Als letzte Stufe ist die Entartung eines Gewebes (=Dedifferenzierungsphase).
Der Therapeut
bestimmt zunächst die Phase einer Erkrankung und
wählt
entsprechend das passende antihomotoxisch wirkende homöopathische
Arzneimittel. Bei der Präparatewahl steht weniger
das Individuum sondern mehr die Krankheitsphase und die
erkrankten Organsysteme im Vordergrund – das heißt
es wird indikationsbezogen therapiert.
Kuration leitet sich von dem lateinischen Wort curare (heilen) ab und bedeutet
Heilung
Die kurative Praxis (Medizin) versucht Krankheitszustände zu beenden oder
deren Fortschreiten zu verhindern. Eine völlständige Wiederherstellung
ist nicht immer möglich.
In der Praxis werden täglich chirurgische Eingriffe an Tieren durchgeführt.
Dazu gehören:
- Bauchhöhlenchirurgie
wie z.B Kastrationen
- Weichteilchirurgie wie z B Tumoroperationen
- Oder auch Unfallchirurgie
Sogenannte Knochenchirurgie werden an die entsprechende spezial Klinik überwiesen.
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Das euthanasieren von Tieren gehört, genauso
wie das Heilen von Krankheiten, zur täglichen Praxis. Trotzdem ist es
eine Aufgabe die niemanden leicht fällt, sowohl dem Tierarzt als auch
- ohne Frage - dem Tierbesitzer. Aber nach unseren ethischen Grundsätzen
gehört zur Behandlung von Tieren
auch die Erlösung von unheilbarem Leid. Dabei soll die Euthanasie (griech. „guter
Tod“) schmerzfrei für das betroffene Tier ablaufen, so wie es auch
vom Tierschutzgesetzt verlangt wird.
Der Ablauf des Einschläferns wird
von jedem Tierbesitzer anders empfunden und jeder Mensch geht mit dem Verlust
seines Wegbegleiters auf eine andere
Weise um. Daher versuchen wir uns auf Ihre Bedürfnisse einzustellen, damit
eine möglichst ruhige Atmosphäre entsteht, denn auch so wird Ihr
Tier den wenigsten Stress empfinden und ruhig einschlafen. Damit genug Zeit
und ein separater Raum zur Verfügung steht ist es von Vorteil, wenn sie
uns vor Ihrem Besuch telefonisch Bescheid geben. Natürlich sind nach Absprache
auch Hausbesuche möglich. In der Regel verabreichen wir dem Tier zunächst
eine Narkose, so dass das Bewusstsein und das Schmerzempfinden ausgeschaltet
werden. Diese Narkose kann direkt in die Beinvene injiziert werden, was zum
sofortigen Wirkungseintritt führt. Oder aber man gibt die Spritze in die
Muskulatur des Hinterbeins, danach dauert es ca. 10 Minuten bis zum Wirkungseintritt.
Sollte das Tier noch Mageninhalt haben, kann es unter Umständen zu einem
Würgereiz kommen, auch unbewusste Muskelbewegungen (Zittern) sind möglich.
Wie bei jeder anderen Injektion auch verspürt das Tier bei der Narkose
den Einstich und macht eventuell Abwehrbewegungen. Wenn die Narkose zur Wirkung
kommt, das Tier schläft und keine Schmerzen mehr verspürt, gibt es
eine letzte Spritze, die zum Herz- und Atemstillstand führt. Wir verwenden
in der Regel ein hochwirksames Schlafmittel (Barbiturat Pentobarbital). Durch
das Abhören der Herz- und Atemtätigkeit und die Kontrolle der Augenreflexe
wird der Tod des Tieres festgestellt.
Ziel der Prophylaxe ist die Vermeidung von Krankheiten
und deren Verbreitung.
Die Prophylaxe unterteilt man in zwei Stufen:
Primäre Prophylaxe: soll die
Entstehung von Krankheiten vermeiden, den Gesundheitszustand verbessern und
Unfälle
vermeiden.
Sekundäre Prophylaxe: Dient zur Früherkennung von Krankheiten und
deren Behandlung zum frühstmöglichen Stadium.
Gründliche Zahnbehandlungen sind beim Tier ausschließlich in Narkose
möglich. Eine oberflächliche Entfernung des Zahnsteins ohne Narkose
hat selbst bei einem ruhigen und gelassenen Patienten nur einen kurzfristigen
Erfolg, weil die erforderlichen Maßnahmen (tiefes Entfernen des Zahnsteins,
Abtragen der tiefen Zahnfleischtaschen) nicht möglich sind.
Der erste Schritt ist immer die gründliche Entfernung des Zahnsteins.
Der Zahn sollte möglichst schonend gereinigt werden.
Nach erfolgreicher Zahnsteinentferung erfolgt eine Politur der Zähne
mit einer speziellen Polierpaste. Dies geschied um eine erneute Anheftung
von Plaque, Zahnstein und Bakterien zu erschweren.
Beim Hund ist manchmal auch das Zahnfleisch entzündet und verdickt.
Das Zahnfleisch und das Zahnfach hat dann im Bereich der Paradontose die
Anfheftung an den Zahn verloren und es hat sich eine tiefe Zahntasche gebildet.
Obwohl der Zahnstein entfernt wurde, hat das Zahnfleisch keine Möglichkeit
mehr, sich wieder mit dem Zahn zu verbinden. Um eine Ansiedlung von Bakterien
zu verhindern, muß die entstandene Zahnfleischtasche entfernt werden.
Zahnextraktion
Es kann auch vorkommen, das die Zähne des Tieres durch die Entzündung
so stark betroffen sind, dass sie gezogen werden müssen, oder es liegt
eine Erkrankung der Zähne vor ( FORL bei Katzen). Ab und zu müssen
auch an sich gesunde Zähne gezogen werden, wenn zum Beispiel ein Eckzahn
so stark abgebrochen ist, das die Pulpahöhle offen liegt.
Häusliche Zahnpflege
Das Ziel der häuslichen Zahnpflege ist es, eine erneute Ansammlung
von Plaque zu verhindern. Die beste Methode hierfür ist das Zähneputzen.
Im Idealfall sollten die Zähne täglich geputzt werden, aber auch
ein Zweitagerhythmus hat einen positiven Effekt.
Zu Beginn sollte man versuchen, das Tier langsam an das Zähneputzen
zu gewöhnen. Nach der letzten Zahnbehandlung sollte man 1-2 Tage warten,
um dem Zahnfleisch Zeit zu geben, abzuheilen, damit es beim Putzen nicht
schmerzt.
Am Anfang sollten die ersten Putzversuche nur ganz kurz sein, um das Tier
nicht zu großem Stress auszusetzen. Dazu wird eine weiche Zahnbürste,
am besten eine für Tiere, und Wasser verwendet. Man kann es am Anfang
auch eine Fingerzahnbürste probieren. Es gibt viele verschiedene Zahncremes
für Tiere, aber am liebsten werden die genommen, die mit für das
Tier angenehmen Geschmacksstoffen versetzt sind.
Meist ist es ausreichend, die Außenseiten der Zähne zu putzen,
um das Zahnfleisch gesund zu erhalten. Nur bei manchen Tieren, die auch an
den Innenseiten der Zähne stark zu Zahnsteinbildung neigen, sollten
diese mitgeputzt werden.
Häufig ist es nicht einfach, ältere Hunde und vor allem auch Katzen
an das Zähneputzen zu gewöhnen und oft ist es gar nicht mehr möglich.
Viel einfacher lassen sich hingegen junge Tiere, denen man alles oft in spielerischer
Art und Weise beibringen kann, an solche Manipulationen gewöhnen. Gerade
Besitzer von Zwerghunden und Katzen sollten schon frühzeitig Zähneputzen üben,
da diese Tiere verstärkt zu Zahnfleischerkrankungen neigen und somit
viel von einer Zahnpflege profitieren können.
Alle Maßnahmen beim Zähneputzen sollten aber immer mit Vorsicht
durchgeführt werden, um Bissverletzungen zu vermeiden.
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