hund
Dr. Wiebke Claaßen
 
KLEINTIERPRAXIS

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Wissenswertes:

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» Arthrose in der naturheilkundlichen Therapie

» Aspergillose bei Psittaziden

» Demodikose

» Der Fuchsbandwurm

» Erkrankungen der Analbeutel

» Hautpilze

» Katzenleukämie oder Leukose

» Tollwut

» Toxoplasmoseinfektion bei Mensch und Tier

» Würmer

» Zecken und Borreliose


Arthrose in der naturheilkundlichen Therapie:
Arthrosen entwickeln sich im Laufe des Lebens langsam aber stetig fortschreitend. Ein Hund oder eine Katze mit arthrotischen Veränderungen an einem oder mehren Gelenken wird mit großer Wahrscheinlichkeit eine sehr lange Zeit Ihnen, als Betreuer, nicht offensichtlich zeigen, dass es ein Problem gibt. Der Grund liegt in der langsamen Entwicklung des Schmerzes... – erst ist er nur leicht und auch nicht immer vorhanden... – eventuell kann der Vierbeiner auch durch eine dezente Veränderung seiner Gliedmaßenstellung dem Schmerz ganz ausweichen... – im weiteren Verlauf werden die Schmerzen etwas stärker und häufiger... – jetzt könnte es sein, dass sein Mensch wohl bemerkt, dass sein Freund nicht mehr so lauffreudig ist. Aber vielleicht denkt dieser nur traurig: „Ja ja, jetzt wird er wohl doch etwas älter!“... – Der Vierbeiner gewöhnt sich an den Schmerz und lebt mit ihm. Er kompensiert Schmerzen durch weniger Bewegung, eingeschränktem Spieltrieb, springt nicht mehr ins Auto sondern lässt sich heben... und oftmals hört er seinen Betreuer wieder sagen: „Ja ja, jetzt wird er wohl doch etwas älter!“... - So ziehen die Jahre ins Land. Die Arthrosen werden schlimmer und weiten sich auch auf andere Gelenke aus, da das Tier mit anderen Muskeln und Gelenken versucht zu kompensieren, was nicht mehr so gut funktioniert... - solange, bis sich in einem Gelenk eine solch starke Entzündung bildet, dass der Vierbeiner humpelt... - Nun fällt seinem Menschen das Problem auf und er besucht seinen Tierarzt/in....
Durch die Beurteilung des Gangbildes des Tieres und der speziellen orthopädischen Untersuchung kann der Tierarzt/in den Verdacht auf eine Arthrose stellen. Im Röntgenbild wird er/sie dies schwarz auf weiß darstellen können.
„ Oh je, Arthrosen, da kann man ja doch nichts machen!“ ist eine häufige Aussage von besorgten Tierfreunden.
Doch, man kann sogar eine ganze Menge machen!
Wir bieten Ihnen verschiedene naturheilkundliche Therapien an, die je nach erhobenen Befund speziell für Ihren Freund ausgewählt und zusammengestellt werden.
Therapiemöglichkeiten bei Arthrosen
• Akupunktur
• Golddrahtimplantation
• Schmerztherapie
• Homöopathie

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Aspergillose bei Psittaziden
Bei der Aspergillose handelt es sich um eine vorwiegend den Atmungstrakt betreffende Systemmykose, hervorgerufen durch Aspergillus fumigatus. Diese häufig bei Papageien aus den Tropen (v.a. Graupapageien, Amazonen) und auch beim Beo auftretende Erkrankung zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten und Todesursachen bei diesen Tierarten. Dagegen spielt sie bei Vögeln aus trockenen Regionen, z.B. Australien (Kakadus, Wellensittich, Nymphensittich) eine eher untergeordnete Rolle.

Ursachen:
Hauptursache für die Entstehung der Aspergillose ist eine nicht artgerechte Haltung. Wenn man bedenkt, dass die relative Luftfeuchtigkeit in den Herkunftsländern von Graupapagei und Amazone weit über 80% beträgt und in unseren Regionen dagegen oft nur bei 30% liegt, wird deutlich, dass es hierzulande schwierig ist, ein geeignetes Raumklima unserem gefiederten Freund bieten zu können. Die Folge dieser verminderten Luftfeuchtigkeit ist ein Eintrocknen der Luftwege und der Luftsäcke. Dies wiederum begünstigt die Anheftung insbesondere von Pilzsporen.
Hinzu kommt die oftmals falsche Ernährung. So bringt man Papageien mit Erdnüssen genau so häufig in Verbindung, wie Hunde mit Knochen und Katzen mit Milch. Aber alle drei Beispiele sind keine adäquate Ernährung für die Tiere. Ein Papagei würde sich in der freien Natur niemals nur von Erdnüssen ernähren. Sie sind nicht nur sehr fetthaltig, sondern meist sehr stark mit Pilzsporen belastet und stellen somit die größte Ansteckungsquelle dar.
Weiterhin führt eine unausgeglichene Vitaminversorgung, besonders ein Vitamin A-Mangel, zu Schäden in der Auskleidung des Atmungstraktes. Dies begünstigt die Ansiedlung und Vermehrung der Pilze.
Auch Stress, z.B. zu hohe Besatzdichte, Unverträglichkeiten zwischen den einzelnen Tieren, Besitzerwechsel oder Wetterumstellungen wirken sich über eine Verminderung der Widerstandskraft auch positiv auf die Entstehung einer Aspergillose aus.

Klinik
Der Verlauf der Aspergillose kann akut (selten) oder chronisch (in den meisten Fällen) sein.
Die akute Form entwickelt sich im Anschluß an eine massenhafte Aufnahme kontaminierter Substanzen in Verbindung mit einer gestörten Abwehr, z.B. bei sehr jungen oder alten Tieren. Es kommt zu plötzlichen Todesfällen ohne Ausbildung deutlicher klinischer Symptome. Die chronische Form ist dagegen durch einen schleichenden Verlauf gekennzeichnet. Die Erkrankung kann über einen langen Zeitraum bestehen ohne spezifische klinische Symptome zu zeigen. Leitsymptome sind chronische Schwäche und Abmagerung, gesträubtes und glanzloses Gefieder, Apathie. Durch gebildete Mykotoxine kann es zu zentralnervösen Störungen kommen. Nach Resorption im Darm können Durchfall, Freßunlust, Würgen oder Erbrechen auftreten. Probleme der Atemwege treten oft erst bei fortgeschrittener Erkrankung auf. Die Tiere werden dann mit Atemnot, erhöhter Atemfrequenz und Atemtiefe, Backenblasen, atemsynchronem Schwanzwippen und Atemgeräuschen dem Tierarzt vorgestellt. Außerdem können sie bei Beteiligung des Stimmkopfes ihre Stimme verlieren. In hochgradigen Fällen kommt es zu akuter Atemnot und letztendlich zum Erstickungstod.

Häufige klinische Zeichen:
• Teilnahmslosigkeit
• Atemnot/-geräusche
• Nasenöffnungen verstopft
• Krampfanfälle
• Durchfall, Würgen
• Abmagerung

Diagnose
Anhaltspunkte geben der Vorbericht sowie die klinische Untersuchung. Durch Entnahme von Tupferproben aus dem Rachen, dem Kropf oder den Nasenlöchern kann eine Erregeranzüchtung versucht werden. Große Bedeutung besitzt die Anfertigung einer Röntgenaufnahme. Hier können besonders chronische Veränderungen festgestellt werden.

Behandlung
Eine vollständige Heilung der Tiere ist in den meisten Fällen nicht möglich. Es wird vielmehr versucht, die Belastung der Tiere zu vermindern. Die Bereitschaft des Besitzers ist hierbei von großer Wichtigkeit. Ein erster Schritt sollte die Nahrungsumstellung darstellen. Kein Futter mit Erdnüssen verwenden! Es hilft auch nichts, wenn die Erdnüsse aus dem Futter herausgesammelt werden, da sich die Sporen auf deren Oberfläche befinden und somit das gesamte Futter kontaminiert wird. Auf eine ausreichende Vitaminversorgung sollte geachtet werden! Stress sollte von den Tieren weitestgehend ferngehalten werden!
Zur Herabsetzung der Pilzbelastung im Körper gibt es verschiedene Medikamente, die auf unterschiedliche Weise verabreicht werden. Welche es sind, erfahren sie von ihrem Tierarzt.

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Demodikose
Auslöser und Krankheitsbild
Der Auslöser der Demodikose ist Demodex canis, eine etwa 250 bis 300 µm lange Milbe, die in den Haarbälgen und Talgdrüsen parasitiert. Diese Milben kommen in geringer Zahl auch bei gesunden Tieren vor.Die weiblichen Milben legen Eier, die sich über ein Larven- und Nymphenstadium zu der erwachsenen Milbe entwickelt.Die Übertragung der Milben erfolgt in den ersten Lebenstagen von der Mutter auf die Welpen, diese Infektion bleibt zumeist aber symptomlos. Der Ausbruch einer Demodikose erfolgt oft später, wenn eine Störung des Immunsystems vorliegt (zum beispiel der Zahnwechsel oder die Läufigkeit bei der Hündin), da sich die Milben dann stark vermehren.

Bei einer Erkrankung verursachen die Milben eine Schädigung der Haarfollikel und eine Störung der Haarbildung und es kommt zu Haarausfall, schmerzhafter oder juckender Haut und bakteriellen Hautinfektionen.

Junge Hunde entwickeln Demodikose oft bevor ihr Immunsystem vollständig ausgebildet ist. Bei ihnen zeigt sich die Erkrankung durch kleine Bezirke mit Haarausfall, meistens im Bereich des Gesichtes, die sogenannte Brillenbildung, oder der Beine, diese Form wird lokalisierte Demodikose genannt. Mitunter kann eine generalisierte Demodikose auftreten, hier sind dann mehrere große Bereiche der Haut betroffen.
Die Demodikose kann auch bei ausgewachsenen Hunden auftreten und muss medikamentös behandelt werden.
Demodikose ist weder für den Menschen, noch für andere Tiere ansteckend.

Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch Nachweis der Milben in den Haarfollikeln. Dazu muss in der Regel ein tiefes Hautgeschabsel entnommen werden. Dieses wird dann mikroskopisch untersucht. Negative Ergebnisse bedeuten nicht, dass es sich nicht doch um eine Demodikose handeln könnte.

Therapie
Die lokale Demodikose wird in der Regel äußerlich behandelt, zum Bespiel mit Gelen oder Spot-ons, wie zum Beispiel Ivomec.
Eine generalisierte Demodikose sollte systemisch behandelt werden, zum Beispiel mit einer 10-14 tägigen Waschbehandlung mit Amitraz. Liegt neben der Demodikose noch eine bakterielle Hautinfektion vor, sollte diese zuerst behandelt werden, da Amitraz nicht auf größere Wunden gebracht werden sollte.

 

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Der Fuchsbandwurm
Der Fuchsbandwurm ist in Parasit, der nicht nur - wie der Name vermuten lässt - den Fuchs befällt, sondern auch Kleinnager, Hund, Katze und den Menschen. Der geschlechtsreife nur wenige Millimeter lange Bandwurm lebt im Dünndarm seines Endwirtes. Wie alle Bandwürmer braucht er einen Zwischenwirt, in dem sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne vollzieht.

Der Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurms spielt sich hauptsächlich in einem Kreislauf unter Wildtieren ab. Der Fuchs als Endwirt beherbergt den geschlechtsreifen Wurm und scheidet mit seinem Kot Bandwurmeier aus. Mäuse und Bisamratten nehmen die Eier mit ihrer Pflanzennahrung auf und werden dadurch zu infizierten Zwischenwirten. In den inneren Organen dieser Zwischenwirte vollzieht sich die Entwicklung zur Bandwurmfinne. Die Kleinnager wiederum werden dann von Füchsen gefressen. So gelangt die Bandwurmfinne in Ihren Endwirt, in dessen Darm sie sich zum geschlechtsreifen Wurm entwickelt.

Auch Hunde und Katzen können infizierte Mäuse fressen und werde dadurch zu Endwirten. Krankheitserscheinungen wie Darmentzündung, Durchfall, Abmagerung und stumpfes Fell treten jedoch nur bei starkem Wurmbefall auf. Die Fuchsbandwurm- infektion bei Hund und Katze gewinnt dadurch an Bedeutung, dass die Tiere zu Ausscheidern von Bandwurmeiern werden und ihr Kot genauso wie der des Fuchses zur Ansteckungsquelle für den Menschen werden kann.

Der Mensch muss die Bandwurmeier über den Mund aufnehmen, um sich zu infizieren. Im Entwicklungszyklus des Fuchsbandwurmes ist der Mensch ein Fehlzwischenwirt, weil er die Infektion nicht weitergeben kann. In seinen Organen findet aber wie bei den normalen Zwischenwirten die Entwicklung zur Bandwurmfinne statt. Diese Finnen setzen sich hauptsächlich in Leber und Lunge und zerstören diese Organe. Für den Menschen ist eine Fuchsbandwurm-Infektion daher sehr gefährlich und kaum zu therapieren.
Zum Schutz vor einer Infektion sollten bodennah wachsende Wildbeeren, Früchte oder Pilze niemals ungewaschen gegessen werden!!!

Im Umgang mit vierbeinigen Mäusefängern ist Hygiene der beste Infektionsschutz für den Menschen. Hände, die das Fell in der Afterregion berührt haben, sollten nicht ungewaschen zum Mund geführt werden. Auch sollten Hund und Katzen die viel in Wald und Wiese laufen und zudem vielleicht auch noch erfolgreiche Mäusefänger sind regelmäßig entwurmt werden. Die Darmparasiten sterben dadurch ab und die Produktion von Wurmeiern wird unterbrochen.

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Erkrankungen der Analbeutel
Was sind Analbeutel?
Die Analbeutel sind zwei sackartige Hohlräume, die bei Hund und Katze rechts und links des Afters liegen und mit je einem schmalen Ausführungsgang nahe der Grenze zwischen After und behaarter Haut münden. In der Wand der Analbeutel befinden sich zahlreiche Drüsen, die ein bräunliches, schmieriges und übelriechendes Sekret produzieren und in den Hohlraum abgeben. Es dient wahrscheinlich zur Erkennung des Individuums und zum Reviermarkieren. Die Analbeutel sind von Muskeln umgeben, mit deren Kraft ihr Inhalt entleert werden kann. Bei Schreck oder Aufregung wird oft der gesamte Inhalt verspritzt. Ansonsten geschieht die Entleerung in erster Linie beim Kotabsetzen, wobei das Sekret dem Kot anhaftet.Erkrankungen der Analbeutel kommen bei der Katze eher selten vor. Beim Hund ist es dagegen ein weit verbreitetes Problem, wobei besonders die kleineren Hunderassen sowie die extrem kurz kupierten Hunden betroffen sind.

Erkrankungsursachen
Analbeutelerkrankungen entstehen durch eine Überproduktion von Sekret oder durch eine Entleerungsstörung. Verantwortlich für eine ungenügende Entleerung ist zu festes Sekret, das die Ausführungsgänge verstopft, und zu weicher Kot, der den natürlichen Entleerungsmechanismus verhindert. In jedem Fall kommt es zu einer Überfüllung der Beutel, zur Sekretanschoppung. Durch eindringende Bakterien entsteht im weiteren Verlauf eine Entzündung, die wiederum infolge der Schwellung zur weiteren Verstopfung führt. Solche vereiterten Analbeutel können Infektionsherde mit Auswirkungen auf den gesamten Körper darstellen, der sich im harmlosesten Fall in Form von chronischem Juckreiz äußert.

Erkrankungsformen und Symptome
• Die Sekretanschoppung ist die einfachste Form. Der Hund rutscht auf dem Hinterteil, das sogenannte Schlittenfahren, und versucht, sich vermehrt in der Analregion zu lecken. Bisweilen beißen sich die Tiere im Flanken- oder Schwanzansatzbereich wund. Ein weiteres Symptom ist der Pressreiz wie zum Kotabsatz. In manchen Fällen sind die vollen Analbeutel ein- oder beidseitig als Hervorwölbungen neben dem After erkennbar.
• Dringen Bakterien in den Analbeutel ein, kommt es zur Analbeutelentzündung. Sie ruft die gleichen Symptome hervor wie die Sekretanschoppung, ist jedoch im akuten Stadium häufig schmerzhaft. Statt dem Sekret befindet sich eine eitrige Masse in den Beuteln.
• Der Analbeutelabszess tritt meist einseitig auf und ist durch starke Schmerzhaftigkeit gekennzeichnet. Die Haut über dem Analbeutel ist stark gespannt und gerötet. Oft bricht der Abszess von allein auf und der blutige Eiter entleert sich.

Behandlung
Die wichtigsten Möglichkeiten einer Behandlung sind die Entleerung und Spülung der Analbeutel. Die Analbeutel werden durch sanften Druck entleert, um die Sekretanschoppung zu beseitigen. Ist der Inhalt zu zäh oder der Ausführungsgang bereits verstopft, wird mit Hilfe einer stumpfen Kanüle eine Spülflüssigkeit in den Beutel eingebracht. Diese Maßnahme muss meist mehrere Male in etwa einwöchigem Abstand wiederholt werden. Hunde, die zu dieser Erkrankung neigen, sollten ohnehin in regelmäßigen Abständen tierärztlich untersucht werden, um einer Entzündung vorzubeugen. Ist diese bereits eingetreten, wird zusätzlich ein antibiotisches und entzündungshemmendes Medikament in den Analbeutel instilliert. Ein Analbeutelabszess wird gespalten und mehrere Tage bis zur vollständigen Abheilung gespült. Die Behandlung muss häufig durch Tablettengabe unterstützt werden. Ist eine Analbeutelentzündung chronisch geworden und tritt immer wieder auf, ist eine Heilung nur noch durch eine operative Entfernung der Analbeutel zu erzielen.

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Hautpilze
Fast alle Tiere können von Hautpilzen befallen werden. Die mikroskopisch kleinen Pilze siedeln sich auf der Haut und im Fell an und vermehren sich dort durch die Bildung von Pilzsporen. Durch direkte Kontakt, aber auch durch Gegenstände wie Pfegeuntensilien, Futtermittel und Decken, können die Pilzsporen von Tier zu Tier, von Tier zu Mensch oder auch von Mensch zu Tier übertragen werden.

Erkrankte Tiere zeigen typische kreisrunde, haarlose Hautveränderungen, die mit Schuppen oder Borken belegt sind und einen roten, entzündlichen Randsaum aufweisen. Z.T können diese Hautveränderungen mit erheblichem Juckreiz verbunden sein.

In einigen Fällen heilen diese Stellen ohne Behandlung wieder ab, es kann aber auch infolge bakterieller Besiedlung der vorgeschädigten Hautareale zu schweren Infektionen der Haut kommen. Aus diesem Grunde sollten Tiere mit Hautveränderungen in jedem Fall frühzeitig dem Tierarzt vorgestellt werden.

Beim Menschen beginnt die Erkrankung mit einem rötlichen, linsengroßen schuppigen und juckendem Fleck, der zuerst häufig mit einem Mückenstich verwechselt wird. Meisten treten diese Veränderungen am Unterarm, den Beinen oder im Gesicht auf. Der Fleck wächst nach außen während die Mitte abheilt. Bleibt dieser Fleck unbehandelt, entstehen zahlreiche weitere solcher Herde, die landkartenartig ineinander wachsen können. Am behaarten Kopf können rundliche, kahle, grauweiß beschuppte Flecken entstehen.

Die Behandlung erfolgt bei Mensch und Tier mittels pilz- und sporenabtötender Salbe, Lotionen, Sprühlösungen oder Tabletten. Die Heilung ist langwierig und kann sich über mehrere Wochen hinziehen. Beim Umgang mit hauterkrankten Tieren sollte man deshalb auf besondere Hygiene achten.

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Katzenleukämie oder Leukose
Die Leukose ist eine weit verbreitete und mit Recht gefürchtete Infektionskrankheit der Katze. Das Virus grassiert im Verborgenen, weil infizierte Tiere nicht oder erst spät nach Ansteckung erkranken. So können schon junge Kätzchen über die erste Muttermilch das Virus aufnehmen und eventuell erst in höheren Alter erkranken.
Infizierte Tiere, die einen völlig gesunden Eindruck machen, können andere Katzen anstecken.

Die Erkrankung verläuft unter den unterschiedlichsten Symptomen:
• z. B.: Blutarmut, Darmentzündungen, Mundschleimhautentzündungen,
Entzündungen der Atemwege, Gelbsucht etc.
• Die Leukose kann auch als Tumorform verlaufen, bei der Haut, Lymphknoten und innere Organe betroffen sein können.

Es gibt durchaus Katzen, die infiziert sind, aber mit dem Virus im Gleichgewicht leben können, ohne krank zu werden.Für die meisten Tiere trifft das jedoch nicht zu; sie werden früher oder später krank und sterben meist innerhalb von 3 Jahren.

Wie können Sie Ihre Katze schützen?
Es gibt die Möglichkeit der Impfung, die jedoch nur bei Katzen wirken kann, die noch nicht infiziert sind. Durch eine Blutuntersuchung lässt sich feststellen, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Ist das Testergebnis negativ, kann die Katze auch geimpft werden und ist somit geschützt gegen diese gefährliche Erkrankung.

Die Grundimpfung muss zweimal im Abstand von 3 - 4 Wochen erfolgen, dann reicht eine jährliche Wiederholungsimpfung.

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Tollwut
Tollwut ist eine durch ein Virus verursachte Erkrankung, die hauptsächlich durch Bisse oder Kratzer infizierter Tiere übertragen wird. Die Ansteckung erfolgt über den Speichel. Intakte Haut kann von dem Virus nicht durchdrungen werden.

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit kann zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten variieren. Erkrankte Tiere zeigen zu Anfang häufig Launenhaftigkeit oder übertriebene Freundlichkeit. Dieses Stadium geht dann in vermehrte Erregung, Agressivität und Unruhe über. Die Tiere zeigen Speichelfluß und z.T. unkoordinierte Bewegungen. Schließlich kommt es zu Lähmungserscheinungen und Erschöpfung. Durch Lähmung der Kiefermuskulatur können die Tiere kein Futter und kein Wasser mehr aufnehmen. Es entsteht der Eindruck der „Wasserscheue“. Der Tod tritt schließlich durch Lähmung der Atemmuskulatur ein.

Seit der Einführung der Impfung von Hund und Katze sind hauptsächlich noch Wildtiere mit dem Erreger infiziert. Insbesondere Raubwild wie Füchse und Dachse sind betroffen, aber auch Fledermäuse, Kaninchen und Eichhörnchen werden mit dem Virus infiziert.
Der Mensch kann sich durch den Biss infizierter Tiere anstecken. Wird die Ansteckung rechtzeitig erkannt, kann durch mehrere Impfungen hintereinander der Ausbruch der Krankheit verhindert werde. Insofern sollte auch schon bei Verdacht auf eine Ansteckung der Arzt aufgesucht werden.

Hunde und Katzen sollten regelmäßig gegen Tollwut geimpft werden, da dies der sicherste Schutz vor einer Ansteckung ist. Menschen sollten den direkten Kontakt mit Wildtieren vermeiden, insbesondere wenn diese besonders zutraulich erscheinen, da an Tollwut erkrankte Tiere die angeborene Scheu vor dem Menschen verlieren.
Tollwut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche d.h. jede Ansteckung und auch nur der Verdacht einer Ansteckung muss sofort dem Amtstierarzt gemeldet werden.

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Toxoplasmoseinfektion bei Mensch und Tier
Toxoplasmen sind einzellige Parasiten, die sich über Ei-ähnliche Fortpflanzungsstadien (sog. Oozysten) vermehren. Die Ansteckung mit Toxoplasmen erfolgt bei Mensch und Tier vorwiegend über die Aufnahme von rohem bzw. nicht vollständig durchgegartem Fleisch (insbesondere Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch). Der Mensch kann sich zusätzlich noch durch den Kontakt mit Katzenkot oder über verunreinigtes Obst und Gemüse infizieren.

Toxoplasmeninfektion beim Menschen
Die Infektion mit Toxoplasmen verläuft beim Menschen in aller Regel harmlos (evtl. mit grippeähnlichen Symptomen) und wird nicht bemerkt. Schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland hat bereits eine Infektion durchgemacht, was man mit Hilfe von Antikörpertests im Blut nachweisen kann.Gefährlich ist die Toxoplasmoseinfektion, wenn sich eine Frau während der Schwangerschaft erstmalig infiziert. Eine Infektion während der ersten 3 Schwangerschaftsmonate führt zum Abort; infiziert sich die Frau später, kann dies zu schweren Missbildungen am Ungeborenen führen.

Toxoplasmeninfektion bei der Katze
Katzen infizieren sich in der Regel durch die Aufnahme von Oozysten-haltigem Fleisch. Im Dünndarm der Katze werden die Parasiten frei, dringen in die Zellen der Darmschleimhaut ein und vermehren sich dort. Es werden neue Oozysten gebildet, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Nach 2-4 Tagen in der Außenwelt sind diese herangereift und ab diesem Zeitpunkt kann sich der Mensch infizieren.
Also: nicht der Kontakt mit der Katze an sich ist für Schwangere gefährlich, sondern nur der Kontakt mit Katzenkot.

Wie kann man sich vor einer Infektion schützen??
1. Lassen Sie Sich bereits vor einer eventuellen Schwangerschaft bei Ihrem Arzt auf Toxoplasma–Antikörper untersuchen. Frauen, die bereits eine Infektion durchgemacht haben und schützende Antikörper besitzen, sind gegen eine erneute Infektion immun.
2. Verzichten Sie auf den Genuss von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch. Beim Kochen oder Braten werden die Zysten abgetötet. Man kann auch davon ausgehen, dass bei der Herstellung von Rohwurstwaren (Mettwurst, Landjäger) durch das Verfahren der Pökelung die Oozysten abgetötet werden. Dies ist aber noch nicht wissenschaftlich abgesichert, so dass schwangere, noch nicht infizierte Frauen auf diese Produkte besser verzichten sollten.
3. Schwangere sollten die Katzentoilette nicht selber reinigen und bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen. Außerdem sollte Obst und Gemüse aus dem Garten vor dem Essen gründlich gereinigt werden.
4. Die Katze darf nicht mit rohem Fleisch oder Schlachtabfällen von Schwein, Schaf oder Ziege gefüttert werden. Fisch kann gefahrlos angeboten werden. Eine Katze, die Mäuse fängt ist dennoch nicht vor einer Ansteckung geschützt. Dagegen besteht bei Katzen, die nur im Haus leben und ausschließlich mit Fertigfutter ernährt werden keine Gefahr.

Wichtig:
Sie müssen Ihre Katze nicht abschaffen oder von sich von Ihr fernhalten. Wenn Sie die oben genannten Verhaltensweisen und Maßnahmen befolgen, ist das Ansteckungsrisiko zwar nicht 100% ausgeschlossen, aber drastisch vermindert!!
Von anderen Tierarten geht keine Gefahr für Schwangere aus, es sei denn Sie essen Ihren Hund oder Hamster roh als Tatar!!!!!

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Würmer
Wo kommen all´ die Würmer her?
Dass sich frei laufende Hunde und Katzen beim Stöbern und Schnuppern immer wieder mit Wurmeiern infizieren können, ist für jeden von uns einleuchtend. Dass sie daher in regelmäßigen Abständen entwurmt werden sollten, ist also auch nichts Neues.

Wie oft entwurmen?
Neu angeschaffte Hunde- und Katzenwelpen: alle Naselang, d. h. bei der Anschaffung 3x im Abstand von 14 Tagen, dann nach 4 Wochen anschließend alle 3 Monate. Dabei sollte es bleiben. Denn im Idealfall entwurmt man auch erwachsene Tiere viermal im Jahr. Bedenken Sie: Wurmkuren sind nicht teuer, sie sind nicht schädlich (Würmer dagegen schon!) und Hand aufs Herz: Wer wäscht sich schon jedes Mal die Hände, nachdem er sein Tier angefasst hat? Niemand. Wir tun es privat auch nicht. Schließlich hat man so ein Tier ja unter anderem zum Streicheln, Spielen und Knuddeln.
Und wie sieht es aus, wenn man sein Tier ausschließlich in der Wohnung hält und alles, aber auch alles für eine super hygienische Haltung tut? Auch dann wird Ihr Liebling von Zeit zu Zeit Würmer haben. Und das funktioniert so:
Die Welpen nehmen mit der Muttermilch mikroskopisch kleine Vorstufen der Spulwürmer, die sog. Larven auf. Larven sind so ein Zwischending zwischen dem Wurmei und dem fertigen Wurm. Diese Wurmlarven gelangen mit der Milch in den Körper der Katzen- und Hundewelpen, verteilen sich im ganzen Organismus, in die Lunge, in Muskelgewebe, etc. und harren dort ihrer Stunde. Von Zeit zu Zeit reift dann ein Schwung solcher Larven zu fertigen Würmern heran, und schon hat Ihr Tier, aus heiterem Himmel und trotz aller menschlichen Vernunft einfach Würmer.
Wenn Ihr Tier auch noch ein erfolgreicher Mäusejäger ist oder einmal Flöhe hatte, dann wird es sich dadurch zusätzlich auch noch mit Bandwürmern infizieren. Gewöhnliche Bandwürmer sind 0,5 bis 1,5 m lang und sie fressen dem Wirtstier, also Ihrem Liebling, mit großem Appetit das Beste aus seinem Futter weg. Sie nehmen mit Vorliebe Vitamine, vorzugsweise die aus der B-Gruppe, und da wundert es nicht, wenn ein Tier mit Bandwurmbefall wie ein Scheunendrescher dagegen anfrisst und trotzdem mager, struppig und glanzlos dabei bleibt.Der Echinococcus granulosus, der Fuchsbandwurm, ist zwar sehr viel kleiner, dafür kann er aber auch uns Menschen ernsthaft gefährlich werden.

Was ist also konkret zu tun?
Katzen- und Hundewelpen entwurmen:
Bei der Anschaffung 3x im Abstand von 14 Tage, dann nach 4 Wochen, anschließend alle 3 Monate. Bei Flohbefall oder sonstigem Verdacht auf Bandwürmer auch gegen diese.
Erwachsene Tiere entwurmen:
Routinemäßig zwei-, besser viermal im Jahr gegen Spulwürmer. Gute Mäusefänger oder Tiere mit Flohbefall auch gegen Bandwürmer.

Merken!
Bei Hündinnen sollten zwei der jährlichen Wurmkuren mit den Läufigkeiten zusammenfallen, da in dieser Zeit der erhöhte Östrogenspiegel der Tiere die Wurmlarven aktiviert, so dass die Wurmkur jetzt besonders effektiv wirken kann.

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Zecken und Borreliose
In Deutschland haben Zecken ungefähr von März bis Oktober Saison, mit 2 Hauptzeiten von April bis Juni und von Ende August bis Ende September. Sobald im Frühjahr die Temperaturen das erste Mal über 10° C steigen, kommen sie aus Ihren Winterverstecken und lauern auf Gräsern, Büschen und Sträuchern auf eine Blutmahlzeit.

Abhängig von der Region sind bis zu 20% der Zecken mit Borrelien, kleinen spiralförmigen Bakterien, infiziert, die beim Saugakt über den Speichel der Zecke übertragen werden und die Erreger der sog. Lyme-Borreliose sind.

An Borreliose erkranken vorwiegend Hunde und Menschen, aber auch bei Pferden scheint sie eine Rolle zu spielen. Die Erkrankung geht mit Fieberschüben, gestörtem Allgemeinbefinden, Gelenkentzündungen mit schmerzhaften Gliedmaßen und Bewegungsstörungen einher. Die Behandlung erfolgt bei Mensch und Tier durch eine mindestens 14 tägige Verabreichung von Antibiotika.

Zur Verminderung des Infektionsrisikos sollten Hunde und Katzen nach jedem Freilauf gründlich abgesucht und von den Zecken befreit werden. Haben die Blutsauger ihre Opfer erreicht, krabbeln sie oft mehrere Stunden auf der Hautoberfläche herum, bevor sie eine geeignete Stelle zum Saugen gefunden haben. Bevorzugt werden gefäßreiche, dünnhäutige Stellen an Kopf, Hals, Schulter und Achseln. Auch bereits in der Haut verankerte Zecken, können noch an der Erregerübertragung gehindert werden, da die Speichelsekretion frühestens 2 Stunden nach dem Ansaugen beginnt. Mit einer speziellen Zeckenzange oder –haken lassen sich die Tiere erfassen und unter sanftem Zug aus der Haut drehen. Keinesfalls sollte man versuchen die Zecken mittels Öl o.ä. abzutöten, da die Tiere im Todeskampf häufig erst beginnen Speichel abzusondern.

Zum Schutz vor einem Zeckenbefall gibt es Tropflösungen, die Hunden und Katzen auf die Haut aufgetragen werden und die Zecken abtöten, sobald diese mit dem Saugakt beginnen.
Seit wenigen Jahren ist für Hunde auch eine Impfung gegen Borreliose auf dem Markt, die den Hund auch in sehr zeckenreichen Gebieten wirksam gegen eine Infektion schützt. Diese Impfung erfolgt sinnvollerweise im späten Winter, bevor die ersten Zecken erscheinen. Nach einer erstmaligen Grundimmunisierung durch zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen wird ein dauerhafter Schutz durch eine jährliche Auffrischimpfung gewährleistet.
Falls Sie noch Fragen zur Prophylaxe durch Tropflösungen oder Impfung haben, fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne.

 

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